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Unsere Nahrung ist
für die Gesundheit wichtiger
als die genetische Veranlagung;
sie entscheidet „unweigerlich
über unsere Lebenskraft
und Gesundheit“.  

 

Quelle:  „Dr. Jacobs Weg


Das Thema pflanzliche Ernährung und ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen

behandelt Dr. Markus KELLER in seinem Artikel  

 „Vegan und vegetarisch - Die Gesundheit profitiert

Aus dem Inhalt: Seltener Diabetes, Pluspunkte fürs Herz, Krebsrisiko geringer,
Vitamin B12 ergänzen, alternative Calciumquellen, Eisen meist in der Norm, Vitamin B2, Umsetzung im Alltag.

Nachzulesen im UGBforum spezial - Ernährungsrichtungen aktuell bewertet, 2016/PDF

(2018 wurde der Ernährungswissenschaftler Markus Keller zum Professor für Vegane Ernährung berufen.)


BASENMANGEL 

Eine hektische Lebensweise geht oft einher mit einer überwiegend säurebildenden Ernährung wie z.B. Fast Food, Kantinenessen, Schnellimbiss, Snacks. Da nützt auch das grüne Salatblatt in dem mit Wurst oder Käse belegten Brötchen nichts, und auch der alltägliche Apfel ist dann nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Oft kommen folgende Kardinalfehler hinzu: Wir essen zu schnell, zu spät, zu viel und zu „sauer“, was einerseits den Säureüberschuss im Organismus erheblich verstärkt und ihm andererseits wertvolle basenbildende Mineralstoffe raubt. Säuren kann der Körper selbst produzieren, aber keine Basen.* Basenbildende Mineralstoffe werden jedoch dringend benötigt. Sie müssen täglich in ausreichender Menge zur Neutralisation übermäßiger Säuren zugeführt werden, um gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen. Vgl. hierzu die in den Quellenangaben genannten Publikationen (s. Säure-Basen-Balance und Literatur).

 

Seit vielen Jahren schon wird das sogenannte Basenfasten erfolgreich praktiziert. Manchmal wird der Begriff „Säure-Fasten“ verwendet, weil auf Säurebildner verzichtet wird. Wie bei einem Großputz soll das Basenfasten dazu beitragen, saure Valenzen effektiv aus dem Körper auszuschleusen. Mehr dazu siehe BASENFASTEN-Seminare

Weitere Säulen des Wohlbefindens finden Sie unter SÄURE-BASEN-BALANCE, denn eine gesunde Lebensweise beschränkt sich natürlich nicht allein auf basische Kost.  

 

(*Ausnahme: Beim aktuellen Verdauungsvorgang wird im Magen neben Säure auch die starke Base Bicarbonat (Hydrogenkarbonat) gebildet. Diese ist zum einen als Schutz für die Magenschleimhaut erforderlich, zum anderen wird sie von den basophilen Organen wie Pankreas und Leber für die Verdauungsarbeit dringend benötigt. Im Gegensatz zu Säuren wird ein Bicarbonat-Überschuss im Organismus jedoch nicht gespeichert, sondern ausgeschieden. Dieser Mechanismus sollte nach den Hauptmahlzeiten mit der sog. Basenflut im Urin deutlich erkennbar sein. Dies lässt sich i.d.R. mit einem pH-Indikatorpapier feststellen. Hingegen sind Urin-pH-Messungen zum Feststellen einer „Gewebeübersäuerung“ entgegen anderslautender Behauptungen ungeeignet und irreführend, vor allem wenn die Kenntnisse des Anwenders oder des Therapeuten unzureichend sind. Die Anwendung dieser Methode zum Zweck der Diagnostik wird selbst von Befürwortern der Säure-Basen-Analyse kontrovers diskutiert. → Siehe Veröffentlichungen von Dr. John van Limburg Stirum, Matthias Bastigkeit u.a.)


KALZIUM 

Zu viel Phosphat, Phytin und Oxalsäure vermindern die Kalziumresorption 

 

Empfehlung der DGE für Erwachsene: 1000 mg Calcium/Tag.

Ein Gramm Kalzium am Tag zu viel kann zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko führen. Zwar ist Kalzium ein essentieller Nährstoff, auf den unser Körper angewiesen ist, doch die benötigten Mengen erhält er bereits über die Nahrung (...) Zusätzliche Präparate führen schnell zu einer Überdosis.“ 
(Quelle: "Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel",  NDR Visite, 12.9.2016)
Und auch in dem UGB-Artikel »Calcium - wie viel brauchen wir wirklich?« heißt es, eine überhöhte Calciumzufuhr könne mehr Schaden als Nutzen bringen. Sie verschlechtere die Aufnahme von Eisen, Zink und Magnesium und könne eine Unterversorgung mit diesen wichtigen Nährstoffen zur Folge haben. Viel Phosphat in der Nahrung vermindere die Resorption von Calcium. „Durch die heutigen Ernährungsgewohnheiten mit viel Fleisch und Wurst, Fertigprodukten und Erfrischungsgetränken wird jedoch häufig mehr Phosphat zugeführt als Calcium. Mit der richtigen Lebensmittelauswahl ist es kein Problem, auch ohne Tabletten auf die empfohlene Menge von rund einem Gramm Calcium täglich zu kommen. Selbst ein erhöhter Bedarf kann über Nahrungsmittel und geeignete Getränke gedeckt werden.“
1000 mg Calcium seien bereits enthalten in der Kombination: 100 g Vollkornnudeln, 30 g Parmesan, 250 g Brokkoli, 100 ml Buttermilch, 20 g Mohnsamen oder: 200 g Joghurt, 30 g Mandeln, 200 g Vollkornbrot, 200 g Fenchel, 35 g Emmentaler. Eine weitere Calciumquelle ist Mineralwasser. „Calcium liegt hier in ionisierter Form vor, in der es der Organismus gut aufnehmen kann.“ (Quelle: UGB-Forum 5/97, "Calcium - wie viel brauchen wir wirklich", Karin Maier) 
SESAM ist mit 780 mg pro 100 g Saat als Kalziumquelle besonders erwähnenswert. Damit die Inhaltsstoffe leichter aufgenommen werden können und die Samen nicht unaufgeschlossen den Körper verlassen, empfiehlt es sich, ihn vor der Verwendung zu mahlen oder zu mörsern. Auch Mohn, der Spitzenreiter unter den pflanzlichen Kalziumlieferanten, sollte vor dem Verzehr gemahlen werden. Die Verzehrmenge von Mohn sollte nicht übertrieben werden (s. o.)

 


Gießener Formel: Definition der Vollwert-Ernährung
Sieben Grundsätze der Vollwert-Ernährung

Definition von Prof. Dr. Claus Leitzmann, Dr. Karl von Koerber, Thomas Männle

„Vollwert-Ernährung ist eine überwiegend pflanzliche (lakto-vegetabile) Ernährungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden. Gesundheitlich wertvolle, frische Lebensmittel werden zu genussvollen und bekömmlichen Speisen zubereitet. Die hauptsächlich verwendeten Lebensmittel sind Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie Milch und Milchprodukte, daneben können auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern enthalten sein. Ein reichlicher Verzehr von unerhitzter Frischkost wird empfohlen, etwa die Hälfte der Nahrungsmenge. 

Zusätzlich zur Gesundheitsverträglichkeit der Ernährung werden im Sinne der Nachhaltigkeit auch die Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverträglichkeit des Ernährungssystems berücksichtigt.“ (Zitat aus o.g. Buch) 
Quelle:
UGB Gesundheitsberatung



 

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Smoothies:  pixabay.com (free)