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Unsere Nahrung ist
für die Gesundheit wichtiger
als die genetische Veranlagung;
sie entscheidet „unweigerlich
über unsere Lebenskraft
und Gesundheit“.  

 

Quelle:  „Dr. Jacobs Weg


 

Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!“,
empfahl bereits Hippokrates vor rund 2500 Jahren.

Diesen hippokratischen Ansatz sehen zahlreiche Wissenschaftler, wie z.B.
Prof. Andreas Hahn von der Universität Hannover,
zunehmend bestätigt:

Lebensmittel üben viel umfänglichere Wirkungen aus als früher angenommen.
Sie tragen nicht nur zur Nährstoffversorgung im engeren Sinne bei,
sondern besitzen gleichermaßen präventive und diätetisch-therapeutische Effekte
.

Zitat von Dr. Edmund Semler in Sekundäre Pflanzenstoffe: Substanzen mit vielen Unbekannten (UGB*)


Sekundäre Pflanzenstoffe - bioaktive Substanzen  

Diese Substanzen sind, wie der Name sagt, ausschließlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Über die gesundheitsfördernde Wirkung sind sich die Experten heute weitgehend einig. Sekundäre Pflanzenstoffe, zu denen Carotinoide, Flavonoide u.v.a. zählen, gelten als krankheitsvorbeugend und geeignet, die menschliche Gesundheit langfristig aufrechtzuerhalten. Darauf weisen etliche verlässliche epidemiologische Studien hin, heißt es in der Fachliteratur. Um eine gute Versorgung mit diesen Inhaltsstoffen sicherzustellen, wird empfohlen, den Verzehr von Gemüse und Obst einschließlich Hülsenfrüchten und Nüssen sowie Vollkornprodukten zu erhöhen. Doch auch hier sollte eine moderate Menge beachtet werden und ebenso die individuelle Verträglichkeit.

Je nach Pflanzenart müssen bei der Zubereitung bestimmte Maßnahmen berücksichtigt werden. So ist es zum Beispiel erforderlich, Hülsenfrüchte vor dem Verzehr zu garen, wodurch Stoffe wie das giftige Phasin unwirksam werden. Bei Brot hat sich eine lange Teigführung und die Verwendung von Sauerteig als besonders bekömmlich erwiesen. 

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Bioaktive Substanzen: Power für die Abwehr

„Das Immunsystem schützt den Organismus vor körperfremden Substanzen. (...) Wer seine Gesundheit erhalten will, sollte daher alle Möglichkeiten nutzen, seine Abwehrkräfte zu stärken. Die Ernährung kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten“, berichtet die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Claudia Müller in ihrem Artikel (UGBforum)

Sekundäre Pflanzenstoffe – warum sie wichtig sind  
„Isolierte Pflanzenstoffe oder Obst- und Gemüseextrakte mit 'natürlichen Pflanzenstoffen' in Form von Nahrungsergänzungsmitteln sind keine Alternative zu frischen Lebensmitteln.“ (Verbraucherzentrale)

Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit 
Näheres: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

Superfood – regional und nährstoffreich 

„Superfoods stehen hoch im Kurs. Das bestätigen die steigenden Absatzzahlen der letzten Jahre. Ob aus Südamerika, Afrika oder Asien – je ungewöhnlicher und fremdartiger, desto beliebter. Doch Kenner wissen: Auch bei uns wachsen Pflanzen, die das Zeug zum Superfood haben“, erklärt die Expertin Johanna Feichtinger ausführlich im UGBforum 1/2018: Superfood alles gut? 
(Webseite PDF-Download )
 

 


Das Thema pflanzliche Ernährung und ausreichende Versorgung mit
allen notwendigen Nährstoffen behandelt Dr. Markus KELLER in seinem Artikel  

 „Vegan und vegetarisch - Die Gesundheit profitiert

Aus dem Inhalt: Seltener Diabetes, Pluspunkte fürs Herz, Krebsrisiko geringer,
Vitamin B12 ergänzen, alternative Calciumquellen, Eisen meist in der Norm,
Vitamin B2, Umsetzung im Alltag.

Nachzulesen im UGBforum spezial - Ernährungsrichtungen aktuell bewertet, 2016/PDF

(2018 wurde der Ernährungswissenschaftler Markus Keller zum Professor für Vegane Ernährung berufen.)


Thema BASENMANGEL 

Eine hektische Lebensweise geht oft einher mit einer überwiegend säurebildenden Ernährung wie z.B. Fast Food, Kantinenessen, Schnellimbiss, Snacks. Da nützt auch das grüne Salatblatt in dem mit Wurst oder Käse belegten Brötchen nichts, und auch der alltägliche Apfel ist dann nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Oft kommen folgende Kardinalfehler hinzu: Wir essen zu schnell, zu spät, zu viel und zu „sauer“, was einerseits den Säureüberschuss im Organismus erheblich verstärkt und ihm andererseits wertvolle basenbildende Mineralstoffe raubt. Säuren kann der Körper selbst produzieren, aber keine Basen.* Basenbildende Mineralstoffe werden jedoch dringend benötigt. Sie müssen täglich in ausreichender Menge zur Neutralisation übermäßiger Säuren zugeführt werden, um gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorzubeugen. Vgl. hierzu die in den Quellenangaben genannten Publikationen (s. Säure-Basen-Balance und Literatur).

 

Seit vielen Jahren schon wird das sogenannte Basenfasten erfolgreich praktiziert. Manchmal wird der Begriff „Säure-Fasten“ verwendet, weil auf Säurebildner verzichtet wird. Wie bei einem Großputz soll das Basenfasten dazu beitragen, saure Valenzen effektiv aus dem Körper auszuschleusen. Mehr dazu siehe BASENFASTEN-Seminare

Weitere Säulen des Wohlbefindens finden Sie unter SÄURE-BASEN-BALANCE, denn eine gesunde Lebensweise beschränkt sich natürlich nicht allein auf basische Kost.  

 

(*Ausnahme: Beim aktuellen Verdauungsvorgang wird im Magen neben Säure auch die starke Base Bicarbonat (Hydrogenkarbonat) gebildet. Diese ist zum einen als Schutz für die Magenschleimhaut erforderlich, zum anderen wird sie von den basophilen Organen wie Pankreas und Leber für die Verdauungsarbeit dringend benötigt. Im Gegensatz zu Säuren wird ein Bicarbonat-Überschuss im Organismus jedoch nicht gespeichert, sondern ausgeschieden. Dieser Mechanismus sollte nach den Hauptmahlzeiten mit der sog. Basenflut im Urin deutlich erkennbar sein. Dies lässt sich i.d.R. mit einem pH-Indikatorpapier feststellen. Hingegen sind Urin-pH-Messungen zum Feststellen einer „Gewebeübersäuerung“ entgegen anderslautender Behauptungen ungeeignet und irreführend, vor allem wenn die Kenntnisse des Anwenders oder des Therapeuten unzureichend sind. Die Anwendung dieser Methode zum Zweck der Diagnostik wird selbst von Befürwortern der Säure-Basen-Analyse kontrovers diskutiert. → Siehe Veröffentlichungen von Dr. John van Limburg Stirum, Matthias Bastigkeit u.a.)


KALZIUM 

Zu viel Phosphat, Phytin und Oxalsäure vermindern die Kalziumresorption 

Empfehlung der DGE für Erwachsene: 1000 mg Calcium/Tag.

Ein Gramm Kalzium am Tag zu viel kann zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko führen. Zwar ist Kalzium ein essentieller Nährstoff, auf den unser Körper angewiesen ist, doch die benötigten Mengen erhält er bereits über die Nahrung (...) Zusätzliche Präparate führen schnell zu einer Überdosis.“ 
(Quelle: "Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel",  NDR Visite, 12.9.2016)
Und auch die Fachzeitschrift UGBforum informiert, dass eine überhöhte Calciumzufuhr mehr Schaden als Nutzen bringen
könne. Sie verschlechtere die Aufnahme von Eisen, Zink und Magnesium und könne eine Unterversorgung mit diesen wichtigen Nährstoffen zur Folge haben. Viel Phosphat in der Nahrung vermindere die Resorption von Calcium. „Durch die heutigen Ernährungsgewohnheiten mit viel Fleisch und Wurst, Fertigprodukten und Erfrischungsgetränken wird jedoch häufig mehr Phosphat zugeführt als Calcium. Mit der richtigen Lebensmittelauswahl ist es kein Problem, auch ohne Tabletten auf die empfohlene Menge von rund einem Gramm Calcium täglich zu kommen. Selbst ein erhöhter Bedarf kann über Nahrungsmittel und geeignete Getränke gedeckt werden.“ 1000 mg Calcium seien bereits enthalten in der Kombination: 100 g Vollkornnudeln, 30 g Parmesan, 250 g Brokkoli, 100 ml Buttermilch, 20 g Mohnsamen oder: 200 g Joghurt, 30 g Mandeln, 200 g Vollkornbrot, 200 g Fenchel, 35 g Emmentaler. Eine weitere Calciumquelle ist Mineralwasser. „Calcium liegt hier in ionisierter Form vor, in der es der Organismus gut aufnehmen kann.“ (Quelle: UGB-Forum 5/97, "Calcium - wie viel brauchen wir wirklich", Karin Maier) 
SESAM ist mit 780 mg pro 100 g Saat als Kalziumquelle besonders erwähnenswert. Damit die Inhaltsstoffe leichter aufgenommen werden können und die Samen nicht unaufgeschlossen den Körper verlassen, empfiehlt es sich, ihn vor der Verwendung zu mahlen oder zu mörsern.


Gießener Formel: Definition der Vollwert-Ernährung
Sieben Grundsätze der Vollwert-Ernährung

Definition von Prof. Dr. Claus Leitzmann, Dr. Karl von Koerber, Thomas Männle

„Vollwert-Ernährung ist eine überwiegend pflanzliche (lakto-vegetabile) Ernährungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden. Gesundheitlich wertvolle, frische Lebensmittel werden zu genussvollen und bekömmlichen Speisen zubereitet. Die hautsächlich verwendeten Lebensmittel sind Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie Milch und Milchprodukte, daneben können auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern enthalten sein. Ein reichlicher Verzehr von unerhitzter Frischkost wird empfohlen, etwa die Hälfte der Nahrungsmenge. 

Zusätzlich zur Gesundheitsverträglichkeit der Ernährung werden im Sinne der Nachhaltigkeit auch die Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverträglichkeit des Ernährungssystems berücksichtigt.“ (Zitat aus o.g. Buch) 
Quelle:
UGB Gesundheitsberatung



*UGB - siehe www.ugb.de , UGB-Akademie, UGB-Seminare

 

Bildnachweis Smoothies:  pixabay.com (free)