Expertenmeinungen


WAS IST WISSEN? 

»Wenn man ehrlich ist, dann spiegelt selbst das beste Wissen immer nur den gegenwärtigen Stand unserer Unwissenheit wider. (...)
Wissen ist immer nur die gegenwärtig beste Hypothese, nie aber absolutes Wissen.«

Zitat von Gert Scobel1)           

Wissen - Glaube - Irrtümer  unten auf dieser Seite


LESENSWERT 

Die Auszüge dienen der Unterstützung meiner Ausführungen und sollen zu weiteren Recherchen anregen.

 

 Über Azidose und den Übersäuerungsmythos

»Der Säure-Basen-Haushalt ist heutzutage in aller Munde, wenn von einer „Übersäuerung“ die Rede ist. Der Schulmediziner hält die Übersäuerung häufig noch für einen Mythos, da die umfassenden wissenschaftlichen Belege nicht Teil seiner Ausbildung waren. Er kennt den Begriff Übersäuerung als „Azidose“, die aber tatsächlich nur sehr selten auftritt. Dass der Mediziner den Begriff sprachlich falsch verwendet, ist ihm nicht bewusst; er meint damit eigentlich eine „Azidämie“, also eine Übersäuerung des Blutes. Die Naturheilkunde verwendet dagegen den Begriff Azidose korrekt.«

Quelle: Dr. Ludwig M. Jacob in:  Die Fakten hinter dem Übersäuerungsmythos   

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Puffersysteme und Übersäuerung

»Unser Organismus übersäuert schleichend (Sebastian et al., 2002). Denn die moderne westliche Ernährungsweise enthält einen hohen Anteil an tierischem Protein, das ... den Körper mit Säuren überlastet, sowie an säurebildendem Phosphat, Sulfat und Natriumchlorid.«

Quelle: Dr. Ludwig M. Jacob in Dr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts(nutrica MEDia), Leseprobe 

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Latente Azidose - chronische Schmerzen - rheumatische Erkrankungen

»Schmerzrezeptoren reagieren auf Säure. Bereits eine geringfügige Azidose führt zu einer erheblichen Verstärkung der Schmerzintensität, da Schmerzrezeptoren darauf mit einer erhöhten Aktivität reagieren. (...)

Rheumatische Erkrankungen werden durch eine chronische Azidose begünstigt. Die chronische Entzündung bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen führt in der Synovialflüssigkeit zu einer deutlichen Verschiebung des pH-Wertes zum Sauren hin. Patienten mit rheumatoider Arthritis weisen dabei den niedrigsten pH-Wert auf.«

Quelle: Säure-Basen-Forum (Basentherapie) von Prof. Dr. Jürgen Vormann   

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Reduzierte Säureelimination im Alter  

»Letztendlich führt der Abbau von Aminosäuren bis zum Muskelabbau, der verstärkt bei älteren Patienten mit latenter Azidose zu beobachten ist. Da mit zunehmendem Alter durch eine Abnahme der Anzahl von Nierentubuli auch die Säureelimination über die Niere abnimmt, kommt es im Alter leichter zu einer latenten Azidose mit der Folge eines erhöhten Proteinabbaus im Muskel. (...) 

Auch das Bindegewebe wird im Falle einer latenten Azidose in Mitleidenschaft gezogen. Bei abnehmender Pufferkapazität wird die in den Zellen gebildete Säure in der Muskulatur und im Bindegewebe gespeichert

Quelle: Säure-Basen-Forum (Azidose) von Prof. Dr. Jürgen Vormann   

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Schädigung des Bindegewebes durch latente Azidose

Dr. H.-W. Müller-Wohlfahrt, bekannt als Mannschaftsarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft und langjähriger Vereinsarzt von FC Bayern München, schreibt zum Thema Übersäuerung und ‚Verschlackung‘ der Gewebe:  »Wer zu viel Fleisch und Milchprodukte, wie Käse oder Joghurt, isst, übersäuert sein Bindegewebe. Dann wird es weniger durchlässig für Nähr- und Schlackenstoffe, es kommt zu einer regelrechten 'Versulzung'. (...)
Es sind vor allem und immer noch ernährungsbedingte Gesundheitsstörungen, die das straffe und lockere Bindegewebe schädigen. Sie sind beispielsweise die Hauptursache für eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten ...«

Quelle: »Mensch, beweg dich!« / dtv   

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Herzinfarkt - übersäuerter Herzmuskel? 

   Dr. Knut Sroka:

»Wenn die parasympathische Bremse blockiert ist oder gar ausfällt, überhitzt der Stoffwechsel in den Herzmuskelzellen. Es kommt dann zur Anhäufung saurer Stoffwechselschlacken und damit zur Übersäuerung des Herzmuskels (...) Anhaltende Übersäuerung führt zum Zelluntergang und schließlich zum Infarkt.« 
Quelle: „HERZINFARKT. Ein Medizinskandal. Fundierte Alternativen zur Schulmedizin“ von Dr. Knut Sroka / VAK

Leseproben: Katheter bei Herzschmerzen; Schadensbilanz beim HerzkatheterHilft die Bypass-OP ...; Die Schäden der OP; Die Schutzfaktoren des Herzens; Strophantin - Ein Glücksfall für Herzkranke

 

»Der Ablauf eines Herzanfalls ... (...) Die sympathischen Impulse zur Steigerung des Herzstoffwechsels geraten außer Kontrolle. Durch den Ausfall der parasympathischen Bremswirkung überdreht und überhitzt der Stoffwechsel mit der Folge, dass sich Laktat (Milchsäure) im Herzmuskel anhäuft. Der Herzmuskel übersäuert.

Übersäuerung schwächt und lähmt die Muskulatur. Da das Herz ... ständig Pumparbeit gegen einen hohen Druck leisten muss, führt die Übersäuerung schließlich zum Nachgeben der Muskulatur und zur Überdehnung bestimmter Muskelpartien.«

Quelle: „Herzinfarkt. Neue Wege. 10 ärztliche Ratschläge ...“ von Dr. Knut Sroka / Books on Demand 

Weitere: Strophantin - Eine Neubewertungvon Dr. Knut Sroka, PDF (www.die-medizinische-welt.de) 

Die herzkranke Gesellschaft“: Video-Ausschnitt, NDR-Dokumentation '45 min'  / • ganze Sendung 

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■ Pionier der Erforschung des Säure-Basen-Haushalts:
  
Dr. Friedrich F. Sander

»Für die mit seiner Untersuchungsmethode nachgewiesene Übersäuerung des Bindegewebes hat SANDER den Begriff „latente Azidose“ geprägt ... Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass trotz einer „Überfüllung der Säuredepots des Organismus“ gleichzeitig völlig normale Verhältnisse im Blut vorliegen können, die Übersäuerung im Blut also latent (verborgen) bleibt ... Das Vorliegen einer latenten Azidose zeigt sich in der AQ-Tageskurve (...)

Latente Azidosen haben laut SANDER zwei Ursachen: 1. Exogene Entstehung durch mangelnde Aufnahme von Basen über die Ernährung, 2. Endogene Entstehung durch pathologische Säurebildung im Organismus ---

Das Bindegewebe als Säuredepot -  In der wissenschaftlichen Diskussion um den Einfluss der Ernährung auf den Säure-Basen-Haushaltwurde die Bedeutung des Bindegewebes bislang stark vernachlässigt.«

Quelle:  PDF "Leben und Werk des Arztes und Chemikers Dr. med. Dr. phil. nat. Friedrich Franz Emil Sander

von Dr. oec. troph. Edmund Semler / Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 47, 12 (2006) 

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Metabolische Azidose

„Die heute beobachtete nahrungsinduzierte metabolische Azidose stellt ein Missverhältnis zwischen derzeitig üblicher westlicher Kost und des genetisch bestimmten Nährstoffbedarfs dar. Ein optimaler Säure-Basen-Haushalt wird durch eine überwiegend pflanzliche Ernährung erreicht, die auch nur mäßige Mengen an Getreideerzeugnissen enthalten sollte (Sebastian u.a. …).

Quelle: "Vollwert-Ernährung.  Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung"  
von Karl von Koerber, Thomas Männle, Claus Leitzmann / Haug   

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Ernährung und körperliche Aktivität 
  
Prof. Dr. Claus Leitzmann:

»Es geht nicht nur um die Auswahl der wirklich wichtigen Lebensmittel, sondern es geht auch darum, dass wir die anderen Lebensbereiche in Ordnung bringen. Und ich bin fest davon überzeugt, dass die körperliche Aktivität genauso wichtig ist wie die Ernährung.«

Quelle: 30 Jahre UGB - Jubiläumstagung "Ernährung aktuell", Info: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 (YouTube

Informationen zur Person:  Universität GießenWikipedia  

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Säure-Basen-Haushalt - basische Ernährung - Bewegung

»In jedem Organismus stehen Säuren und Basen in einem lebenswichtigen Gleichgewicht, das über verschiedene Wege wie die Atmung oder die Nierenfunktion geregelt beziehungsweise abgepuffert wird. Auch die Ernährung beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt. So steigert insbesondere Fleisch die Säurebelastung des Körpers, was aber die körpereigenen Puffer in der Regel problemlos ausgleichen.

Abwechslungsreiche Ernährung und Bewegung am besten

(...) Eine abwechslungsreiche, eher basische Ernährung mit wenig oder gar keinem Fleisch und viel frischem Obst und Gemüse sei aber auf jeden Fall gesund. Mindestens ebenso wichtig ist aber viel Bewegung, denn körperliche Bewegung verbessert die Säureausscheidung.«

Quelle: NDR Fernsehen, Visite, 19.04.2016  

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Schlacken?  Entsäuern? 
   Umgangssprachlich, u
nwissenschaftlich, populär

An diesen Begriffen stoßen sich viele Schulmediziner und Wissenschaftler, ähnlich wie an "Gewebeübersäuerung". Jedem bleibt es unbenommen, sie durch Stoffwechselendprodukte zu ersetzen. Seit Jahrzehnten verwenden insbesondere naturheilkundlich orientierte Mediziner Bezeichnungen wie "entsäuern" oder "entschlacken". Bereits der Arzt, der das Heilfasten entwickelt hat, Dr. Otto Buchinger, gebrauchte das Wort Schlacken quasi als Synonym für im Organismus eingelagerte bzw. zu eliminierende Ausscheidungsprodukte des Stoffwechsels. Ebenso der Darmspezialist Dr. F. X. Mayr und dessen Schüler, die Mayr-Ärzte.
Dr. Robert M. Bachmann spricht sowohl von "Rest- und Abfallstoffen"(1)  als auch von "Schlacken"(2).
Auch Sabine Wacker, die bekannte Basenfasten-Expertin, bezeichnet "Altlasten" als "Schlacken"(3). Und in dem Buch „300 Fragen zur Säure-Basen-Balance“ (GU) erläutern sie und Dr. Andreas Wacker: „Ablagerungen oder Ausscheidungsprodukte des Stoffwechsels klingt besser - bedeutet aber dasselbe“.

Im Netzwerk Frauengesundheit teilt die Ärztin Prof. Dr. Ingrid Gerhard mit:  „Werden Säuren nicht neutralisiert und ausgeschieden, lagern sie sich im Bindegewebe als saure Schlacken ab.“ (4).

 

(1) „Natürlich gesund durch Säure-Basen-Gleichgewicht“ (Trias) / (2) „Säure-Basen-Therapie - So hilft sie mir bei Magen-Darm-Beschwerden“ (Trias) / (3) „Basenfasten! Die Wacker-Methode“ (Trias) / (4) Ich bin sauer ...“ (Netzwerk Frauengesundheit)

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Natron, Sodbrennen, Azidose  

»Natron schafft es ... nicht, den für Sodbrennen ursächlichen Rückfluss des immer noch aggressiven Magensafts zu verhindern. Außerdem kommt es durch die Neutralisation des ursprünglich sauren Magensafts zu einer starken Anregung der Magenzellen. Diese produzieren dann wieder vermehrt neue Magensäure. (...)
Beim Absetzen von Natron kann es dann zu einer starken Übersäuerung und damit wieder zu Sodbrennen kommen (Rebound-Effekt).
«

Quelle: „Körper entsäuern mit Natron / Allg. Informationen & Tipps“, Säure-Basen-Ratgeber   

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»Warum nehmen wir also nicht einfach Natriumbicarbonat ein und sagen somit den Säuren den Kampf an?
Zahlreiche Produkte enthalten diese Base und versprechen Linderung. Leider lösen sich fast alle Produkte bereits im Magen auf. Die Folge ist eine Aufspaltung des Natriumhydrogencarbonats in Natriumchlorid (Kochsalz) und das Gas Kohlendioxid. Dieses Gas führt aber dazu, dass der Magen überbläht werden kann. Eine Literaturanalyse von Gemmeling ergab, dass in 675 Publikationen über Magenrupturen 1S-mal magensaftlösliches Bicarbonat eine Rolle gespielt hat. lm schlimmsten Falle führt das freigesetzte Gas zum Bersten des Magens mit starken Schmerzen und möglicherweise tödlichem Ausgang.«

Quelle: „Mikronährstoffe sinnvoll kombinieren" - Matthias Bastigkeit (verlag maudrich), PDF-Auszug  

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»Anorganische Bikarbonate als Basenmittel bringen viele Nachteile mit sich: Hochalkalische Basenmittel wie Natriumbikarbonat (Na2CO3) und Calciumkarbonat (CaCO3) kommen normalerweise nicht in der Ernährung vor, sondern nur in mineralisiertem Wasser. Natriumbikarbonat (Natron) reagiert mit der Salzsäure des Magens zu Kochsalz, was auf Dauer die Magenschleimhaut schädigt. Natron und Calciumkarbonat alkalisieren bei einer Dauereinnahme das Darmmilieu und können die Darmflora schädigen. Auf Dauer verstärken sie so die Ammoniak- und Säurebelastung und können möglicherweise das Dickdarmkrebsrisiko erhöhen (Thornton, 1981), weil die Umwandlung der Gallensäuren zu kanzerogenen sekundären Gallensäuren gefördert wird.«  

Quelle: „Die Fakten hinter dem Übersäuerungsmythos - Dr. Jacobs Institut   

(Natron, Natriumhydrogencarbonat, Natriumbicarbonat, NaHCO3)     

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Abtransport von Stoffwechselabfall“ / Schlaf für die Gesundheit

»'Schlaf ist für das Gehirn wie ein Spülprogramm. Im Schlaf werden Abbaustoffe ausgewaschen', erklärt Schlafmediziner Prof. Geert Mayer von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Fehle der Schlaf, könnte sich Abfall des Gehirnstoffwechsels ablagern und Schaden anrichten.«

Quelle: „Das Gehirn räumt im Schlaf auf“ von Kai Wiedermann, Hamburger Abendblatt, 28.09.2016  

Näheres: Gehirn räumt im Schlaf auf - und bleibt dadurch lernfähig, Uni-Klinik Freiburg, PM 24.8.2016  

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Übersäuerung 
   Prof. Andreas Michalsen:

„Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass der menschliche Körper bei ansonsten gesunden Menschen durch Ernährung übersäuern kann“, meint Prof. Andreas Michalsen vom Immanuel Krankenhaus in Berlin. Jedoch steht für ihn fest, „dass zu viel Fleisch und Wurst Osteoporose fördert“. Auch wenn die Theorie dahinter wissenschaftlich nicht bewiesen sei, „Basenfasten ist aus seiner Sicht 'zweifelsohne eine Wohltat für den Körper und kann dazu führen, dass neue Energie freigesetzt wird'“.

Quelle:  Was Basenfasten bringen soll“, Hamburger Abendblatt, 21.9.2016  

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PRO und KONTRA Übersäuerung 
   Dr. Matthias Riedl und Dr. Anne Fleck

Kontroverse Diskussion auch im engsten Kollegenkreis. So schreibt die Süddeutsche Zeitung: „Auch wenn viele Menschen daran glauben - einen wissenschaftlichen Beweis gibt es für die Übersäuerungstheorie nicht. Ernährungsmediziner wie Dr. Matthias Riedl sind skeptisch: 'Das ist eine Idee aus dem vergangenen Jahrhundert. Nur Menschen mit einer schweren Lungenerkrankung oder einem schweren Nierenleiden können eine wirkliche Übersäuerung des Körpers bekommen. Die gehört dann auf der Intensivstation therapiert.'  (SZ, Das Märchen von der Übersäuerung, 10.2.2014).

Interessant ist hier jedoch, dass Dr. Riedls Kollegin aus der bekannten NDR-Reihe Die Ernährungs-Docs, Dr. Anne Fleck, sich wie folgt äußert: „Ernährungsmedizinisch gegen Blockaden anzuessen ist nur in dem Maß möglich, als dass Sie auf reichlich pflanzenbetonte Nahrungsmittel zurückgreifen sollten, zum Beispiel grünes Blattgemüse, Salate, Nüsse, Mandeln und Samen. Man vermutet, dass eine basische Ernährung die Gesundheit der Faszien im Bewegungsapparat stärkt, indem sie einer Übersäuerung des Gewebes entgegenwirkt“, womit diese Aussage wiederum unter PRO platziert werden müsste.

Quelle:  NDR, Chat zu Fersensporn, Morbus Bechterew, Fettleber, 13.2.2018  

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Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen

»Auf die Empfindlichkeit an sich sollte man aber in jedem Fall achten. Nicht jede Neuerung in unserer Esskultur muss man brav runterschlucken. Weizen zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot, Fruktose in jedem Fertigprodukt, das nicht bei drei auf dem Baum ist, oder Milch lange nach der Säuglingszeit - es ist nicht verrückt, wenn das dem eigenen Körper nicht gefällt.«

Quelle: „Darm mit Charme“ von Giulia Enders (Ullstein)  

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Wie gesund sind Omega-3-Fettsäuren? 
    Eine differenzierte Bewertung von Dr. Ludwig Manfred Jacob
:

»Reichlich Fisch ist bisher eine häufige Ernährungsempfehlung bei Prostatakrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studienlage zeigt diesbezüglich jedoch ein durchwachsenes Bild, welches die Janusköpfigkeit von Fischöl unterstreicht.«

In seinem ausführlichen Fachartikel befasst sich Dr. Jacob unter anderem mit den folgenden Themen:

   • Schützen Omega-3-Fettsäuren vor Krebs oder fördern sie ihn?

   • Fischöl kann Herz und Gefäßen nützen und schaden

   • Schädigungsmechanismen durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren

   • Ernährungsempfehlung für Fette

Quelle:  „Wie gesund sind Omega-3-Fettsäuren?" von Dr. Ludwig M. Jacob   

(Dr. Jacobs Institut für komplementär-medizinische Forschung)   

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Evolutionsgemäße Kost: überwiegend pflanzlich

»Die evolutionsgemäße Kost bedeutet heute für fast alle Menschen eine gemischte, jedoch stark überwiegend pflanzliche Kost, die somit als die natürliche Ernährung des Menschen angesehen werden kann.«

Quelle: „Ernährung des Menschen“ von Prof. Dr. Claus Leitzmann und Prof. Dr. Ibrahim Elmadfa  

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Ernährung und Zivilisationskrankheiten

»... Daher rührt auch diese Aussage, dass man mit einer vernünftigen Ernährung mindestens die Hälfte dieser Zivilisationserkrankungen vermeiden könnte.« 

Zitat von Prof. Dr. Claus Leitzmann / „Expertenrunde Ernährung und Gesundheit - Thema: Vegane Ernährung (YouTube)

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Faszien - Welche Rolle spielt der pH-Wert?

»Faszien enthalten wie Muskeln Zellen, die sich zusammenziehen können. Diese so genannten Myofibroblasten sind in einer gesunden Zwischenzellflüssigkeit entspannt und unterstützen damit die Flexibilität der Faszie. (...) Der Zustand der Zwischenzellflüssigkeit hängt von unserer Ernährung ab. Enthält die Nahrung unverwertbare Stoffe, so sammeln diese sich an, die Flüssigkeit wird weniger fließfähig. Durch Übersäuerung verändert sich der pH-Wert, die Myofibroblasten ziehen sich zusammen, die Faszie wird steif und reißanfällig. Zunehmende Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, Verschleiß an Gelenken und Wirbelsäule, Unterversorgung der Zellen, steigende Verletzungsanfälligkeit und sinkende körperliche Leistungsfähigkeit sind die Folge.«

Quelle: Gesundheits-BLOG von Dr. Petra Bracht  

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Was hat das Zwerchfell mit Übersäuerung zu tun?

»Die meisten Menschen heute sind - teilweise drastisch - mit Sauerstoff unterversorgt. Fatalerweise ohne es zu wissen. Die Folgen sind schwerer heilende Wunden, die Übersäuerung der Zwischenzellflüssigkeit in den Geweben nimmt immer mehr zu, da zu wenig Säure abgeatmet wird. Die Durchblutung der inneren Organe der Bauchhöhle ist vermindert wodurch deren Nährstoffversorgung ebenso wie die Abfallentsorgung unzureichend sind. Der Verdauungstrakt funktioniert nur eingeschränkt. Der Blutdruck ist durch im verspannten Zwerchfell eingeengte Gefäße unnatürlich erhöht oder erniedrigt. Die Bewegung der inneren Organe, welche durch das Zwerchfell beeinflusst wird nimmt ab, sie sinken ab weil die Faszien erschlaffen. Reflux entsteht, weil der Schließmechanismus am Speiseröhrenende durch die einengende Anspannung des Zwerchfells und dessen Faszien zunehmend schlechter funktioniert.«

Quelle: Gesundheits-BLOG von Dr. Petra Bracht ('Gesundes-Zwerchfell', 2017)  

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Kontrovers diskutiert - Die andere Meinung 

Mythos Übersäuerung - Echt ätzend

»Fakt ist: Vor allem nach dem Verzehr eiweißreicher tierischer Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Eier, Käse und Fisch entstehen im Stoffwechsel Säuren. Fakt ist aber auch: Der Körper scheidet diesen Säureüberschuss auf verschiedenen Wegen – vor allem über die Nieren, teilweise auch über die Lunge und den Schweiß - wieder aus, wodurch Säuren und Basen wieder ins Gleichgewicht kommen. Zudem enthalten Gemüse und Obst reichlich basisch wirkende Mineralstoffe und Spurenelemente – auch die sauer schmeckende Zitrone. Dadurch wird die im Stoffwechsel anfallende Säure neutralisiert. 'Die natürlichen Puffersysteme des Körpers, eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst, mäßig tierischen Lebensmitteln, viel trinken sowie Bewegung schützen ausreichend vor Übersäuerung', so fasste die Verbraucherzentrale Hessen vor einigen Jahren in einer Broschüre den Sachstand zusammen.«

Quelle: Der Tagesspiegel, Adelheid Müller-Lissner, 23.12.2014  

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Orthomolekulare Medizin und intrazelluläre Übersäuerung

Information des Instituts für Allgemeinmedizin Frankfurt: 

„Gemäß einschlägigen medizinischen Lehrbüchern ist es laborchemisch nicht möglich, eine Übersäuerung objektiv zu messen. (...) Keiner der dargestellten Tests zur Säure-Basen-Analyse im Rahmen der orthomolekularen Medizin ist ausreichend in klinischen Studien untersucht, um als wissenschaftlich fundierte Methode zur Diagnose einer intrazellulären Übersäuerung zu genügen.“

Quelle: "IGeL-Helfer, Säure-Basen-Analyse im Rahmen der orthomolekularen Medizin", vermutlich 2007  
(Zugriff Internet: 2.1.2017)  

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Wissen - Glaube - Irrtümer

Heutzutage werden wir mit Informationen aller Art geradezu überflutet. Internetnutzer, die zu bestimmten Themen zu recherchieren versuchen und nicht bereits über ein fundiertes Basiswissen verfügen, haben es oft schwer, glaubwürdige und verlässliche Quellen ausfindig zu machen. So erhält man nicht nur eine schier unüberschaubare Masse an unterschiedlichsten Informationen, sondern wird - was besonders irritierend ist - mit völlig gegensätzlichen Behauptungen, Meinungen oder „Studienergebnissen“* konfrontiert.
Meine Ausführungen auf diesen Seiten können als Anregung verstanden werden, sich mit den vorgestellten Themen zu befassen und bei Interesse weitere Recherchen anzustellen.

Auch wenn es nicht immer einfach ist, seriöse Quellen zu finden, geben Sie sich nicht mit den erstbesten Informationen zufrieden, mögen die Argumente und Erklärungen noch so plausibel klingen. Konträre Überzeugungen unter Fachleuten und Wissenschaftlern gab es zu jeder Zeit. Niemand ist allwissend, sondern verkündet stets nur seinen aktuellen Wissensstand oder schlimmstenfalls den von vorgestern.

Aber etwas scheint tatsächlich gewiss zu sein, Jakob Johann von Uexkül* hat es vorzüglich formuliert: 
»Die Wissenschaft von heute ist der Irrtum von morgen.«

*Biologe, Zoologe und Philosoph, 1864-1944    

 

Näheres zu den unterschiedlichen Qualitäten von Studien (valide, randomisiert kontrolliert/unkontrolliert, Kohorten-, Metastudien usw.) siehe Fachliteratur und Wikipedia (Klinische Studie) etc.

 

Ilona M. Schütt • www.basenfasten-hamburg.net    


 

Die Textauswahl dient der Erweiterung der allgemeinen Informationsvielfalt und Unterstützung meiner Ausführungen. Auch ist sie als Anregung zu verstehen, sich weiter zu informieren.
Keine Werbeeinnahmen.

Farbmarkierungen, Hervorhebungen eingefügt von Ilona M. Schütt.

 

Bild oben: pixabay free