Omega-3-Fettsäuren: Nicht alles, was glänzt, ist Gold


Omega-3-Öl EPA DHA Mikroalgenöl vegan

 

Wichtig zu wissen:

Omega-3 ist nicht gleich Omega-3 !

Die Unterschiede sind bemerkenswert!

Wählen Sie nur die allerbeste Qualität!


Auf dieser Seite erfahren Sie mehr.

 


Omega-3-Fettsäuren 

Pflanzlichen oder marinen Ursprungs?
Die Unterschiede sind gewaltig.

 

DHA*1 und EPA*2) sind die beiden Omega-3-Fettsäuren, die für unseren Organismus

von außerordentlicher Bedeutung sind! Und dies bereits im Mutterleib.

Alle wichtigen Faktoren auf dieser Seite zu erläutern, würde den Rahmen sprengen. 

Deswegen verweise ich im Text und unter "Literatur"
auf lesenswerte Publikationen kompetenter Autoren und Mediziner. 


Gut verständliche, Erläuterungen zu Omega-3-Fettsäuren liefert der bekannte Arzt
Dr. Volker Schmiedel auf seiner Webseite und in kurzen Videos
(Basisinfo Link 1, Link 2 u.a.).

 

Der Experte Dr. NEHLS betont: „dass nicht eine Versorgung mit der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure ALA für uns essenziell ist, sondern vielmehr eine ausreichende mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und vor allem DHA. (...) Obwohl wir ALA so gut wie nicht in bioaktives EPA und DHA umwandeln können, wird immer noch von vielen Ärzten und Heilpraktikern Leinöl, das die höchste ALA-Konzentration aller Pflanzenöle aufweist, sehr oft zur Korrektur oder Prävention eines Omega-3-Mangels empfohlen. Hier muss dringend ein Umdenken stattfinden. (...) Dem Konsumenten wird ... fälschlicherweise suggeriert, er sei durch diese Produkte ausreichend versorgt.
Quelle: Dr. med. Michael Nehls: ALGENÖL - Die Ernährungsrevolution aus dem Meer / Heyne, 

LESEPROBE PDF) Siehe auch unter Literatur.


 Einige Basis-Informationen

 

LEINÖL ist mit ca. 50 bis 60 g Linolensäuregehalt pro 100 ml Öl der unerreichte Sieger unter allen pflanzlichen Ölen heimischen Ursprungs. Auch HANFÖL schneidet hier relativ gut ab. Das oft empfohlene Raps- bzw. Rapskernöl enthält übrigens nur ca. 6-9 g ALA3), punktet zwar mit einem beachtlichen Anteil an Ölsäure (Omega-9-Fettsäure), wird aber diesbezüglich von Olivenöl weit übertroffen.

 

Es kommt jedoch bei Weitem nicht allein darauf an,
dass ein Pflanzenöl generell Omega-3-Fettsäuren enthält!

 

Zum einen ist die Relation der aufgenommenen Omega-3- und Omega-6-FS ausschlaggebend, und zum anderen kommt es vor allen Dingen darauf an, ob die Alpha-Linolensäure aus pflanzlichen Quellen im Organismus überhaupt in nennenswerter Menge in DHA*1) und EPA*2) umgewandelt wird. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, die in den erwähnten Publikationen verständlich erläutert werden.

 

Einfacher und sicherer ist es, eine ausreichende Zufuhr von DHA und EPA aus marinen Quellen zu erreichen. Dazu zählen der Verzehr von fettem Kaltwasserfisch wie bspw. Hering oder Makrele mehrmals wöchentlich oder wahlweise die Ergänzung mit Fischöl. Jedoch gibt es auch hier Wesentliches zu hinterfragen:  Belastung mit Schadstoffen (Schwermetallen), Überfischung u.v.m.
In seinem ausführlichen Fachartikel „Wie gesund sind Omega-3-Fettsäuren“ stellt Dr. Ludwig M. Jacob diverse Fakten und zu berücksichtigende Aspekte wie die „Janusköpfigkeit von Fischöl“ vor und beschreibt die gravierenden Probleme der Belastung mit Quecksilber und anderen Schadstoffen (Dr. Jacobs Institut). Siehe auch "Bis zum letzten Fang" (arte) / Leere Meere, volle Teller (ZEIT) / DGE / WELT.de („Diesen Fisch sollten Sie besser nicht mehr essen“).

Wer sich für Fischöl entscheidet, sollte einen Hersteller wählen, der den Nachweis erbringt, dass seine Produkte von Schadstoffen wie Schwermetallen befreit, nicht aus Konzentraten hergestellt, die TOTOX*-Werte bestens sind und die wichtigen Umweltaspekte berücksichtigt werden (vgl. NorSan). (*total oxidation value). Weitere bedeutende Informationen erhalten Sie gut erläutert auch auf den Webseiten von Dr. Schmiedel

 

Neben reinem Leinöl werden auch Produkte angeboten, die aus einer Mischung verschiedener Pflanzenöle bestehen und mit DHA-Omega-3-Fettsäuren aus Mikroalgenöl angereichert sind.
Experten wie Dr. Volker SCHMIEDEL, Dr. Michael NEHLS u.a. berufen sich auf zuverlässige Studienergebnisse, die deutlich aufzeigen, dass die Umwandlungsrate aus der Alpha-Linolensäure in DHA und EPA so gering ist, dass hier keineswegs eine nennenswerte präventive oder therapeutische Wirkung erzielt werden kann.

Daraus folgt die eindeutige Empfehlung zur Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren: Qualitativ hochwertiges Fischöl (schadstoffbefreit!) oder ein spezielles Mikroalgenöl, das sich durch eine sehr gute Bioverfügbarkeit von DHA und EPA auszeichnet und einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leistet.
Es gilt, sich umfassend zu informieren und sich nicht von allgemeinen Werbeaussagen wie „enthält Omega-3-Fettsäuren“ beeindrucken zu lassen, denn hinter diesem Begriff verbirgt sich weit mehr als auf den ersten Blick erkennbar.

  Nicht nur für Veganer!

DHA-EPA-Mikroalgenöl - ganz ohne Fischöl.
Achten Sie auf die Qualitätsunterschiede und weitere Inhaltsstoffe.

 

In der Gesamternährung gilt als wünschenswert ein Verhältnis der Omega-6 zu Omega-3 von mindestens 3:1. Experten aus den USA, Skandinavien und Japan empfehlen sogar 2:1, heißt es in einem Artikel des UGB („Mehr Omega-3-Fettsäuren ins Essen“). Tatsächlich liege die Mengenrelation in Deutschland bei der heute üblichen Ernährungsweise derzeit aber bei etwa 8:1 bis 21:1. Messungen bei Kindern und Jugendlichen haben laut Dr. Schmiedel sogar Werte von katastrophalen“ 30:1 ergeben - meist mit entsprechenden unerwünschten Symptomen.

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Gesunde Fette machen schlank und schlau,
erklärt Dr. Anne Fleck im NDR.*
Jedoch bedeutet pflanzlich auch bei Ölen nicht immer zugleich gesund!

Beispiel: 

◼ Wie Licht, Luft und Wärme Öle zerstört

Wegen der besonderen Bedeutung des Themas LEINÖL habe ich

die Hinweise von der Seite "Gesunde Öle?" auch hier eingefügt. 

 

Zu Leinöl bemerkt die aus der Sendung Die Ernährungs-Docs (ARD) bekannte Internistin Dr. Anne FLECK:
„Dieses empfindliche Öl ist ... nur gesund, wenn es unter Ausschluss von Licht, Hitze und Sauerstoff hergestellt wurde, sonst ist es ... Zündstoff für gefährliche Oxidationen im Körper.“*
Diesem Anspruch genügen nur sehr wenige Leinöl-Hersteller, wie z. B. Dr. Budwig und lt. Firmenangaben RAPUNZEL. Wenn Sie für eine Internetrecherche den Suchbegriff Leinöl Omega Safe® oder OxyGuard eingeben, erfahren Sie mehr über diese bedeutende Besonderheit. Außer bei den oben genannten Herstellern wird auch im Internet Leinöl in Bio- und Omega-Safe®-Qualität angeboten, z.B. Link. Hinweis dieses Anbieters: „Leinöl hat drei Feinde: Licht, Wärme und Sauerstoff. Aus diesem Grund gewinnen wir das Öl im Omega-Safe®-Verfahren ..., welches von uns entwickelt wurde, um bei der Pressung und der anschließenden Abfüllung die bestmögliche Qualität zu erhalten."

Aber bedenken Sie bitte, dass auch mit dem besten Leinöl allein die Versorgung
mit DHA und EPA (auf diese kommt es an!)  nicht gewährleistet werden kann.

(Dr. M. Nehls, Dr. V. Schmiedel u.a.).

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„Oft ist nicht bekannt, dass Licht, also der Einfluss von UV-Strahlen, auf die ungesättigten Fettsäuren verheerend ist. Jeder Lichtstrahl kann eine Kettenreaktion im Molekül auslösen, bei der Freie Radikale entstehen, die unseren Organismus schädigen können. Ist dann auch noch Luft, oder vielmehr der darin vorhandene Sauerstoff vorhanden, setzen Oxidationsprozesse ein, die das Öl in kürzester Zeit zerstören können. Je wärmer das Öl ist, umso schneller laufen diese zerstörerischen Reaktionen ab.“  (www.aromapflege.com, Evelyn Deutsch-Grasl) 

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*So essen Sie sich gesund“,
Dr. Anne Fleck, HA/Hamburg Magazin, 12.03.2016, S.5, und YouTube 
"Ran an das Fett" (Leseprobe), Dr. Anne Fleck (weltbild und Wunderlich)

**K. von Koerber, Th. Männle, C. Leitzmann: Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen
und nachhaltigen Ernährung  (Haug) 2006, S. 285

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Begriffserläuterungen  

1) DHA = Docosahexaensäure/Linolensäure (wikipedia, Dt. ApothekerZeitung/DAZ) 
2)
EPA = Eicosapentaensäure/Linolensäure (wikipedia, Dt. ApothekerZeitung/DAZ) 
3)
ALA = alpha-Linolensäure (wikipedia, Fa. Dr. Johanna Budwig: „Alpha-Linolensäure sorgt für Elastizität der Zellmembran“)

 

 

Näheres über

raffinierte Öle, Margarine, Trans-Fettsäuren,

Olivenöl, ◼ Kokosöl, ◼ Palmöl und den
Qualitätsunterschied zwischen "raffiniert und kaltgepresst"

erfahren Sie hier: "Gesunde Öle?"


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Quellen und Literaturhinweise:  

Schädliche Transfette im Essen vermeiden, NDR Visite, 28.8.2018  

Welches Fett wofür? / Dipl. oec. troph. Andrea Barth (UGB-FORUM Spezial, Vollwert-Ernährung 2008, S.27-28)

Diverse Informationen von Dr. Volker Schmiedel, z.B. 'Mit Omega-3 gegen stille Enzündungen'

Mehr Omega-3-Fettsäuren ins Essen / Dipl. oec. troph. Ulrike Becker (UGBforum 4/15, S. 189-192) 

Bratöle - Vorsicht: heiß und fettig / Dipl. oec. troph. Nadine Lämmerhirt (UGB-Forum 4/01, S. 193-194)

Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung / K. von Koerber, Th. Männle, C. Leitzmann (Haug)

Kokosöl und was davon zu halten ist, Verbraucherzentrale Hamburg (Internet 7.9.2016) 

Kokosöl für die Gesundheit: Wissenschaftlich haltbare Nachweise sind Mangelware / Dr. Sabine Schmidt (Ernährungs-Umschau Online plus, 11.10.2016) 

Lebensmitteltrends: Kokosöl“ / Dr. Sabine Schmidt, Ernährungs-Umschau 12.10.2016

Vitaquell - Infomaterial Downloads (Nachdruckgenehmigung liegt vor)

 

 

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Bildnachweis  
Foto 1 Omega-3-Öl, vegan:  Ilona M. Schütt, Hamburg